

Innovativer Klimaschutz in Bayern
Natura 2000 – Umsetzung im Schwäbischen Donaumoos
Das EFRE-Projekt (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) im Gundelfinger und Leipheimer Moos ist ein wegweisendes Naturschutzvorhaben zur Wiederherstellung wertvoller Moorlandschaften. Träger des Projekts ist die Regierung von Schwaben, die es mit Mitteln aus dem EFRE-Programm finanziert. Die ARGE Donaumoos setzt die Maßnahmen als ausführender Partner gemeinsam mit Landnutzern, Fachbehörden und Kommunen um.
Maßnahmen für den Moorschutz und den Erhalt von FFH-Lebensräumen
Das Gundelfinger und Leipheimer Moos ist ein europaweit bedeutendes FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) und Teil des Natura 2000-Netzwerks. Durch gezielte Maßnahmen wird dieser Naturraum ökologisch aufgewertet, um geschützte Lebensraumtypen und Zielarten zu fördern.
Wiedervernässung & Wasserstandsmanagement
Erhalt und Vernetzung von FFH-Lebensräumen
Angepasste Beweidung & Grünlandmanagement
Monitoring & Erfolgskontrolle
Öffentlichkeitsarbeit
Langfristiges Management für eine nachhaltige Entwicklung
Um die Erfolge des Projekts dauerhaft zu sichern, werden Managementstrukturen aufgebaut, die eine nachhaltige Bewirtschaftung und Pflege der Flächen ermöglichen. Dazu gehören:
- Kooperationen mit Landwirten zur Entwicklung moorschonender Nutzungsformen
- Vernetzung mit wissenschaftlichen und naturschutzfachlichen Institutionen, um Erkenntnisse aus dem Monitoring in die Praxis umzusetzen
- Regelmäßige Evaluierung der Maßnahmen, um Anpassungen und Weiterentwicklungen zu ermöglichen
Durch diese Maßnahmen wird das Gundelfinger und Leipheimer Moos als wertvoller Naturraum langfristig erhalten. Das Projekt trägt aktiv zum Klimaschutz, zur Förderung der Artenvielfalt und zur nachhaltigen Landnutzung bei.
Aktuelles aus dem EFRE-Projekt
11. August 2026Grundwasser in Riedheim erreicht neuen Tiefststand - und trotzdem steht Wasser im MoorExtreme Trockenheit lässt die Grundwasserstände im Donaumoos auf Rekordtiefs sinken. Im Leipheimer Moos zeigt sich zugleich: Gezielter Wasserrückhalt wirkt. Ein Beispiel dafür, warum wir Wasser künftig wieder stärker in der Landschaft halten müssen.
06. Juli 2026Studierende der Universität Ulm unterstützen Naturschutzpflege im Schwäbischen DonaumoosStudierende der Universität Ulm unterstützten die ARGE Schwäbisches Donaumoos bei einer Naturschutzpflegemaßnahme. Durch das gezielte Knicken von Faulbäumen bleiben artenreiche Feuchtwiesen mit seltenen Pflanzen und Lebensräumen, etwa für den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling, erhalten.
29. Juni 2026Festkonferenz „50 Jahre Ramsar-Konvention in Deutschland“Die ARGE Donaumoos war als Praxisbeispiel auf die Festkonferenz „50 Jahre Ramsar-Konvention in Deutschland“ eingeladen. Dr. Raphael Rehm stellte das Schwäbische Donaumoos als Modellregion für Moor-, Klima- und Artenschutz vor und diskutierte innovative Ansätze für den Schutz von Feuchtgebieten.
24. Juni 2026Vergabebekanntmachung gemäß § 30 UVgO - Entbuschung im Leipheimer MoosBekanntmachung zur Vergabe der Entbuschung ehemaliger Torfstiche im Leipheimer Moos zur Biotopentwicklung und Optimierung der Vernässung. Einsatz bodenschonender Moortechnik einschließlich Räumung des Gehölzmaterials im Rahmen des EFRE-Projekts.- 09. Juni 2026Handarbeit für die Artenvielfalt22 FÖJ-Teilnehmer des mooseums pflegten die Blumenwiese im Leipheimer Moos. Durch Faulbaum-Knicken und Filzentfernung werden seltene Streuwiesenarten und der Lebensraum des Ameisenbläulings erhalten.
- 03. Juni 2026Laubfrösche und Kammmolche im Gundelfinger MoosErste Amphibienkartierungen im Gundelfinger Moos zeigen erfreuliche Ergebnisse: Besonders Laubfrosch und Kammmolch profitieren von den hohen Wasserständen der vergangenen Jahre. Das macht Hoffnung für die kommenden Generationen.
20. Mai 2026Neue Kartierung bestätigt Erfolge der WiedervernässungNeue Kartierung bestätigt den Erfolg der Wiedervernässung im Leipheimer Moos. Seltene Feuchtgebietsarten profitieren von den verbesserten Wasserständen, gleichzeitig bleiben viele typische Moorarten weiterhin stark gefährdet. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die nächsten Schritte im Moorschutz.
04. Mai 2026Weitere Mehlprimeln für das Leipheimer MoosMit viel Fingerspitzengefühl werden neue Mehlprimeln im Leipheimer Moos ausgepflanzt. Rund 100 Jungpflanzen stärken den letzten Bestand der seltenen Moorart in Schwaben.
08. April 2026Nachwuchs bei den Exmoorponies im Gundelfinger MoosIm Gundelfinger Moos wurde am 24.03. das Exmoorpony-Fohlen „Sudden“ geboren – eine Überraschung, da Mutterstute Smila (18) bisher als unfruchtbar galt. Die Tiere leisten durch Mischbeweidung mit Hochland-Rindern einen wichtigen Beitrag zum Moorschutz und zur Artenvielfalt.










